GROSSE FUNKRUNDEN SIND GESCHICHTE …

Bei einem Funkertreffen sprach ich mit einigen „Funkneulingen“ unseres Clubs über den Funk vor vielen Jahren. Da gab es noch keine Handys und nur sehr wenige Computer. Allerdings gab es im Großraume Wien etwa 70.000 CB-Funker, die sich 40 Kanäle teilen mussten. Wer damals als Funker nicht bereits einer „Funkrunde“ mit eigenem „Hauskanal“ angehörte, der musste sich schon sehr bemühen, damit er in einer „Funkrunde“ aufgenommen wird.

Die „Funkneulinge“ waren sehr überrascht, als ich ihnen erzählte, dass ich vor etwa 16 Jahren – mein Hauskanal war damals der Kanal 28 – in einer Funkabendrunde, innerhalb von nur eineinhalb Stunden, nicht weniger als 25 Funkkolleginnen und Funkkollegen zählte. Der „Unterhaltungswert“ war durch die große Anzahl von Funkern mehr als bescheiden. Ein Großteil der Zeit wurde für Begrüßungen und Verabschiedungen verwendet. Es wurde damals in dieser „28er Runde“ von der Funkkollegenschaft eine Funkkollegin auserkoren, die dann versuchte, das „Mike“ so gerecht wie möglich zu verteilen. Sie bekam damals von uns die Kurzbezeichnung „OMV“. Ein Großteil der Kollegenschaft bezeichnete sie auch als „OMVI“. Übersetzung: „Obermikrophonverteilerin“.

So gesehen ist eine Unterhaltung mit vier bis fünf Funkrundenteilnehmern wesentlich angenehmer, als die damaligen Abendrunden, an denen bis zu 25 Funkerinnen und Funker teilnahmen.

GROSSE FUNKRUNDEN SIND ALSO GESCHICHTE …

Seit vielen Jahren bin ich selbst ein fixes „Mitglied der 32er Runde“. Fast jeden Abend treffen wir uns um 18:25 zu einer gemütlichen, oft sehr themenreichen  Funkrunde. Wir wurden schon von so manchen Lauschern belächelt, da wir es uns zur Gewohnheit gemacht haben, das Mike im „Kreis zu vergeben“. Funker „A“ gibt das Mikrophon an „B“, „B“ an „C“, „C“ an „D“, „D“ wieder an „A“. Es kann natürlich vorkommen, dass man einen Kollegen auch anspricht (das Mike gibt), ohne diese „Kreisvergabe“ einzuhalten.

Der große Vorteil, es bekommen alle das Mike, und vor allem kommt es nicht, wie bei so manchen anderen Funkrunden vor, dass „Gesungen“ wird. Also dass zwei Kollegen ungewollt gleichzeitig sprechen. Wir lassen immer ausreichende Umschaltpausen, damit sich auch andere Stationen mühelos in unsere Funkrunde „reinmelden“ können.

Die besten Wünsche an die gesamte Kollegenschaft von
Henry 1 / 13. November 2011



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