RETTUNGSGASSE – RÜCKFRAGE AN DIE ASFINAG

Liebe Funkkolleginnen! Liebe Funkkollegen!

Da ein Großteil unserer HFFÖ – Mitglieder auch zur „Familie der Autofahrer“ zählt, wollte ich euch über folgendes informieren.

Ab 1. Jänner 2012 tritt auch bei uns in Österreich die „Bildung der Rettungsgasse“ in Kraft. Diese Rettungsgasse war auch ein Thema bei einer unserer abendlichen Funkrunden auf Kanal 32. Es gab diesbezüglich einige Fragen der Funkkollegen. Der Großteil war gegen diese „Neueinführung“. Das war für mich auch der Anlass, mich diesbezüglich per E-Mail an den Leiter der ASFINAG zu wenden. 

 

Sehr geehrter Herr Mag. Spitaler!

Da Sie als Leiter der ASFINAG (Unternehmenskommunikation) für Rückfragen betreffend „Rettungsgasse“ (ab 1. Jänner 2012) zuständig sind, möchte ich ihnen diese ganz wesentliche „Rückfrage“ stellen:

Haben die Pannenstreifen – vorausgesetzt sie wurden im „Alarmfall“ nicht von undisziplinierten Autofahrern blockiert – nicht ausgereicht?

Ersuche Sie um Beantwortung dieser Frage.

Kann mir nicht vorstellen, wie z. B. Verkehrsteilnehmer bei stockendem Verkehr oder einem starken Stau auf einer Autobahn richtig reagieren. Denn bereits da müsste ja eine Rettungsgasse gebildet werden.

Nicht bei jedem stockendem Verkehr oder starkem Stau muss ein Unfall passiert sein. Schon bei starkem Verkehrsaufkommen kann es zu einem Stau kommen. Und nun ist bereits eine Rettungsgasse zu bilden???

Bin Präsident des HFFÖ – Funkclub und habe mit einigen Kolleginnen und Kollegen auch über diese „Neueinführung – Bildung einer Rettungsgasse“ gesprochen. Die diversen Meinungen der Kollegenschaft (nur ein „Bruchteil“ der unschönen Aussagen): Sind die total verrückt – Idiotie – denen muss wohl fad sein im Schädel – hat der Pannenstreifen bis jetzt nicht gereicht – bin schon auf das Chaos bei der Bildung einer Rettungsgasse neugierig …  Da ich ehrlich sein will – ein ganz geringer Teil findet diese „Neueinführung“ auch gut.

Kann mir selbst nur schwer vorstellen, dass tatsächlich bei einem Stau, der ja auf Autobahnen öfter entstehen kann (auch ohne Unfall), sich wirklich alle Verkehrsteilnehmer richtig verhalten, und eine Rettungsgasse bilden.

Dass dadurch die Überlebenschancen bis zu 40 Prozent steigen sollen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es reicht ja bereits, wenn nur 2 bis 3 Prozent (es werden aber sicherlich wesentlich mehr sein) bei der Bildung dieser Rettungsgasse nicht mitmachen.

Keinesfalls mit Absicht, aber wie stark muss der Stau sein, dass man mit dieser – ohne Unfall – völlig unnötigen „Rettungsgassenbildung“ beginnt. Um ganz ehrlich zu sein, ich wüsste es auch nicht. Was will man eigentlich retten, bei einem Stau ohne Unfall?

Befürchte, dass einige „Rettungsgassenbilder“ den Pannenstreifen blockieren werden, und die es noch nicht für nötig erachten – die Rettungsgasse.

Somit haben es Einsatzfahrzeuge noch viel schwerer wie früher. Denn bis jetzt war ja doch der Pannenstreifen tabu. Und vor allem ohne großes „Ausweichen“ blieb er fast immer frei!

Hoffe sehr, dass sich die Funkkollegenschaft und auch ich mich irre, und sich nach einer kurzen „Eingewöhnungsphase“ die „Rettungsgasse“ bewährt. 

 Mit freundlichen Grüßen

 Henry 1 henry147@gmx.at

 

Henry 1 / 18. November 2011



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