43. KÖNNTE ER NUR SCHREIBEN … (vorgereihter Beitrag)

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Mit einer Funkkollegin – die eine sehr große Hundeliebhaberin ist – sprach ich über ein besonderes Thema …

Könnte dieser bedauernswerte Hund im Zwinger (Foto) schreiben, dann würde er seinem Herrchen, das er noch immer liebt, vielleicht folgendes mitteilen:

Ich hatte dich lieb…

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, wie war ich glücklich. Hurra, wir machten noch einen kleinen Spaziergang vor dem Urlaub. Dann stiegen wir ins Auto, und fuhren los. Nach einiger Zeit hast du angehalten. Die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich ihn gefunden hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam warst du nicht mehr da. In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden. Aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte furchtbare Angst, Hunger und großen Durst. Plötzlich kam ein fremder Mann, der selbst einen Hund hatte. Er nahm dessen Leine, befestigte diese an meinem eigenen Halsband, und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete sehnsüchtig auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht – es war der fremde Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum – es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.

Ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dich erinnere. Sollte ich noch einmal auf die Erde zurückkommen – ich würde auf dich zulaufen – denn ich hatte dich sehr lieb!

Leider gibt es noch immer viele Tiere, die von ihren „Besitzerinnen“ oder „Besitzern“ ausgesetzt werden. Habe ganz bewusst die Bezeichnung „Frauchen“ und „Herrchen“ nicht verwendet. Warum? – weil diese Unmenschen eine solche Bezeichnung nicht verdienen!

Für mich stellt sich noch eine sehr wesentliche Frage: Wie sind solche Unmenschen eigentlich zu ihren Mitmenschen?

Was mich wundert, dass es noch immer Unmenschen gibt, die ohne Herz leben können!

2010 / Henry 1



8 Kommentare zu “43. KÖNNTE ER NUR SCHREIBEN … (vorgereihter Beitrag)”

  1. Carmen sagt:

    Lieber Henry!

    Was musst du für ein gefühlvoller Mann sein, der so etwas schreibt.
    Ich liebe Hunde über alles und das was ich hier las ging mir sehr sehr nahe.
    Schäme mich nicht, ich habe geweint. Treffender wie du kann man es nicht schreiben, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die ohne Herz leben können.

    Herzliche Grüße Carmen aus Dessau

  2. Hallo, lieber Henry!

    Soeben habe ich gelesen:
    “Könnte er nur schreiben”, und ich muss sagen, es kamen mir die Tränen und ich bekam Gänsehaut beim Lesen.

    Du hast recht, diese Menschen, die den Tieren so etwas antun, die verdienen nicht, dass man Herrchen oder Frauchen zu ihnen sagt. Auch mir ging dieser Beitrag sehr nahe und auch ich schäme mich meiner Tränen nicht.

    Leider gibt es noch viel zu viele herzlose Menschen!

    Meine kleine Tiergeschichte vom einsamen Elefanten, die könnte Dir auch gefallen und ich würde mich freuen, wenn Du Dir die Zeit nimmst, um sie zu lesen.

    Mit herzlichen Grüssen von
    Maria

  3. Anja Ollmert sagt:

    Hallo Henry,
    dein Text trieb auch mir die Tränen in die Augen und das liegt sicher nicht nur daran, dass ich selbst einen Hund habe, der mir auf Schritt und Tritt folgt und den ich keine Sekunde missen möchte.
    Menschen, die Tiere ungestraft aussetzen konnte ich noch nie verstehen. Ich muss allerdings sagen, dass die aufgefundenen Tiere in Deutschland nicht getötet werden, soweit ich das weiß.

    Der Mensch ist aber eben doch das grausamste Geschöpf auf der Erde, wenn es um den eigenen Vorteil geht …

  4. Angela sagt:

    Hallo Henry,

    leider gibt es sehr viele Menschen,die ein Tier nur als “Sache” sehen. ( Wegwerfsache)
    Aber noch schlimmer ist es,wenn Tiere verbrannt,aufgehängt werden,wohlgemerkt lebendig.
    Dann diese grauenvollen Tötungsstationen. Es ist ein Leid ohne Ende.
    Gott sei Dank gibt es Menschen,die ein Herz für diese armen Wesen haben.
    Du Hernry,bist wohl auch einer dieser Menschen und das finde ich einfach toll.

    Ich werde weiter für diese armen Tierchen kämpfen.
    Mein Ziel ist im Moment Rumäniens Strassen-und Tunnelhunde.

    Dort kann man Sachspenden,Futterspenden abgeben.
    http://www.helden-fuer-tiere.de

    Für den Einsatz dieser Männer habe ich alle Hochachtung.

    Es wäre schön Henry, wenn Du Dir diesen Einsatz der Helden für Tiere eimal auf meiner HP anschauen würdest.

    Ich verbleibe
    mit lieben Grüßen

    Angela und ihre Schnuffels

    EINTRAG: 554

  5. Immi sagt:

    Hallo Henry, über die Schreib-Engel Seite bin ich zu Dir gelangt und wollte einiges lesen. Bin gleich als Hundeliebhaberin über Deinen Bericht des ausgesetzten Hundes gestoßen, habe geweint vor Trauer und Mitgefühl für dieses arme Geschöpf und werde später wieder einmal bei Dir vorbeischauen, mein Hund bekommt gleich einen Extragassigang.
    Liebe Grüße zu Dir nach Wien.
    Immi

    EINTRAG: 574

  6. Servus Henry.
    Da sieht man wieder, nicht die wilden Tiere sind grausam, nein der Mensch ist es. Es ist schlimm, wie manche Menschen mit den Tieren umgehen. Und das Schlimme ist, wenn einer dann mal vor dem Richter steht, hat dieser noch Verständnis und spricht ihn frei. So geschehen, bei uns in der Nähe, in Euskirchen. Dort hat ein Bauer, der schon bekannt war, für seinen rüden Umgang mit Tieren, ein Fohlen mit einer Eisenstange, in einen Transporter getrieben. Das haben mehrere Zeugen gesehen und ihn angezeigt. Endergebnis. er mußte vor Gericht, wurde aber micht verurteilt. Da stimmt doch was nicht, mit unserer Gesetzgebung. Da ist ein Tier, eine Sache und kein Lebewesen. Ist das nicht traurig?

    Gruß
    Klaus-Peter

    Anmerkung von Henry 1:
    Vielen Dank für diesen Eintrag. Es ist tatsächlich traurig, dass Tiere leider noch immer von vielen „Menschen“ wie Sachen und nicht wie Lebewesen behandelt werden. Bei meinem Beitrag – „Könnte er nur schreiben“ – handelt es sich um einen bedauernswerten Hund, der „entsorgt“ wurde. Allerdings entledigt man sich auch so Katzen, Hasen, Meerschweinchen und anderen unerwünschten Haustieren. Diese werden ganz einfach ausgesetzt. Manche schrecken auch davor nicht zurück, um z.B. unerwünschte Jungtiere
    in Müllcontainer zu werfen. Daher stellt sich für mich die Frage, wie lange können solche „Menschen“ eigentlich ohne Herz leben? In meinem HFFÖ – Club gibt es 313 (beim „Internationalen Club“ 822) Mitglieder, von denen recht viele Hunde und Katzen (auch andere Haustiere) besitzen. Zum Glück werden diese, soweit mir bekannt ist, sehr gut behandelt, viele auch verwöhnt.

    Ein Ausspruch von mir, den ich schon öfter am Funk gemacht habe:

    Ich wünsche allen Kindern dieser Welt, dass diese so gut behandelt werden, wie ihr eure Tiere behandelt…

  7. Sunny sagt:

    Lieber Henry1,

    über die Homepage des Schreib-Engels habe ich Deine Seite gefunden und finde diese sehr interessant. Viele tolle, teilweise auch fast unglaubliche Beiträge und sehr unterhaltsam.

    Die Geschichte über den ausgesetzten Hund berührt mich zutiefst, obwohl ich aus Zeitgründen leider kein eigenes Haustier besitze, dennoch kann ich nicht nachvollziehen, wie manche Menschen so grausam mit solch liebenswerten und immer treuen Geschöpfen umgehen.

    Möge sich die Welt doch endlich einmal verändern und allen Menschen wieder mehr Gefühl und Herzenswärme zukommen lassen. In diesem Sinne herzliche Grüße an den gesamten Funkcub,

    Sunny

  8. Daniela sagt:

    Hallo Henry,

    endlich habe ich Zeit, mich für Deinen netten GB-Eintrag zu bedanken. Nun habe ich auf Deiner Seite herumgeschnüffelt und mir lief es eiskalt den Rücken runter als ich den Beitrag des ausgesetzten Hundes las, vorallem da Railey gerade neben mir hockte und mich mit seinen großen braunen Augen ansah.
    Ich würde mich freuen, wenn Du mal wieder unsere Seite besuchst.
    Für morgen wünsche ich Dir ein fröhliches Ostereier-Suchen mit Deinen Lieben; bei uns leider immer noch im Schnee.

    Liebe Grüße von
    Railey & Frauchen Dani

    EINTRAG: 922

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